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Das Kompetenzmodell

Wissenschaftlich fundiertes Assessment-Modell.

Grundlage sind drei veröffentlichte Referenzrahmen. Von ihnen stammen die Stufenlogik, die Fortschrittslogik von Verstehen über Anwenden bis Erschaffen und die Entscheidung, Kompetenz an Aufgaben zu prüfen. Daraus entstehen zwölf Kategorien in vier Gruppen.

Die wichtigste Entscheidung: Kein Fragebogen zur Selbsteinschätzung.

Die verbreiteten Skalen fragen, wie sicher sich jemand fühlt. Für ein Firmen-Cockpit ist das unbrauchbar, denn wer am wenigsten kann, überschätzt sich am stärksten. Gemessen wird an realen Aufgaben, nicht anhand einer Selbsteinschätzung.

Die zwölf Kategorien

Hinter jeder Zahl im Cockpit steht eine dieser Kategorien.

Grundlagen

Was jede Person braucht, die KI benutzt

Grundverständnis

Was ein Sprachmodell tut, wo es erfindet, wann es das falsche Werkzeug ist.

Prompt-Handwerk

Rolle, Aufgabe, Kontext, messbare Vorgaben. Nachfassen statt neu anfangen.

Ergebnisse prüfen

Erfundenes erkennen, Zahlen und Quellen am Original nachrechnen.

Daten & Recht

Wo ein Fehler die Firma trifft, nicht die Person

Datenschutz & Geheimhaltung

Was ins Werkzeug darf und was nie: Verträge, Kundendaten, Quellcode.

Personenbezogene Daten

DSG und DSGVO im Alltag: Besonders schützenswerte Daten, Auftragsbearbeitung, Auslandübermittlung.

Urheberrecht & Nutzungsrechte

Rechte an Ein- und Ausgaben, fremdes Material, was veröffentlicht werden darf.

Sicherheit

Angriffe, Werkzeugwahl, Nachweispflicht

Sicherheit & Missbrauch

Prompt Injection, KI-gestütztes Phishing, Stimmklone, Zugangsdaten.

Werkzeugwahl & Schatten-KI

Freigegebene gegen selbst beschaffte Werkzeuge, private Konten für Firmenarbeit.

Regeln & Nachweis

Interne Richtlinie, Kennzeichnung, Dokumentation, EU AI Act Artikel 4.

Anwendung

Was im Arbeitsalltag tatsächlich getan wird

Schreiben & Kommunikation

Korrespondenz, Angebote, Protokolle, Tonalität, Übersetzung.

Recherche & Analyse

Quellen finden und bewerten, lange Dokumente zusammenfassen.

Daten & Automatisierung

Tabellen auswerten, Zahlen belegen, Wiederkehrendes automatisieren.

Herkunft

DigComp, UNESCO und AICOS, und was wir daraus nehmen

Die drei Anker, auf denen das Modell steht.

DigComp 3.0

Der europäische Referenzrahmen für digitale Kompetenz

Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, fünfte Ausgabe, 11. November 2025

Die Stufenlogik: Acht Stufen in vier Bändern. KI-Kompetenz ist dort quer über die fünf Bereiche eingearbeitet und nicht als eigener Bereich. Das ist der Grund, warum unsere Kategorien Tätigkeiten sind und nicht «KI ja oder nein».

UNESCO AI Competency Framework

AI Competency Framework for Students

UNESCO, September 2024

Die Fortschrittslogik Verstehen, Anwenden, Erschaffen. Und die Ethik der KI als eigenständige Kompetenz statt als Fussnote.

AICOS

AI Competency Objective Scale

Markus, Carolus und Wienrich, 2025, in Computers and Education: Artificial Intelligence

Die methodische Grundentscheidung: Objektiv messen statt selbst einschätzen lassen. Und generative KI als eigene Dimension.

Die zwölf Kategorien und die Stufen stammen aus diesen drei Referenzrahmen und nicht aus unserer Meinung. Wer in Einkauf, Revision oder Personalkommission fragt, woher die Messgrössen kommen, bekommt darum eine Quelle mit Datum und keine Hausmeinung.

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